
Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir Abschied von unserem langjährigen technischen Leiter und Geschäftsführer, Herrn
Ing. (grad.) Helmut Kinsky
* 23.02.1940 † 26.01.2026
der die Entwicklung und den Fortbestand unserer Organisation über Jahrzehnte hinweg in außergewöhnlicher Weise geprägt hat.
Sein Eintritt in das Institut erfolgte im Jahr 1969 in Düsseldorf-Gerresheim. Bereits kurze Zeit später, im Jahr 1970, begleitete er den Umzug in eine vorübergehende Unterkunft nach Altenbeken, wo der Geschäftsbetrieb unter einfachsten Bedingungen in einem Schul-Pavillon fortgeführt wurde. Technische Untersuchungen fanden zu dieser Zeit auf der weit außerhalb der Ortschaft gelegenen Schießanlage statt – eine Phase in der Geschichte der DEVA, die von erheblichen organisatorischen und logistischen Herausforderungen geprägt war.
Parallel dazu wurden auf dem Gelände der Schießanlage die Bauarbeiten für ein zunächst 152 m² großes Gebäude vorangetrieben. Mit großem Engagement und technischem Sachverstand trieb er diese Entwicklung konsequent weiter. Nach einer Erweiterung des Gebäudes im Jahr 1985 gelang schließlich ein weiterer Meilenstein: Dem Landesjagdverband konnte ein Grundstück abgekauft werden, wodurch im Jahr 2009 die Hauptgeschäftsstelle mit eigener angebundener Schießanlage bezogen werden konnte.
Von besonderer Bedeutung für die langfristige Sicherung der DEVA war die Rückübereignung der Schießanlage in Berlin sowie die Klärung der Entschädigungsfrage für deren Nutzung durch die Alliierten. Dieses Vorhaben erstreckte sich über mehrere Jahre und war mit rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Mit außerordentlichem persönlichem Einsatz verfolgte Herr Kinsky dieses Ziel, eng begleitet von seiner langjährigen Büroleiterin Frau Ursula Armstrong sowie Michael Storm, die dieses Projekt mit ebenso bemerkenswertem Engagement mittrugen. Ihr gemeinsamer Einsatz schuf eine Grundlage, ohne die die heutige Struktur der DEVA nicht denkbar wäre.
Anerkennung fand Herr Kinsky nicht nur aufgrund seiner fachlichen, sondern auch wegen seiner sozialen Kompetenz und Persönlichkeit. Seine umfassende Sachkenntnis, Integrität und stets lösungsorientierte Art machten ihn über viele Jahre hinweg zu einem verlässlichen, hochgeschätzten und häufig konsultierten Ansprechpartner für Vertreter von Verbänden, Behörden, Ministerien sowie der Industrie. Unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Vertrauen aufzubauen und tragfähige Lösungen zu entwickeln – stets im Sinne der Organisation und ihrer langfristigen Stabilität – verstand er als selbstverständlichen Teil seiner Arbeit.
Mit Weitsicht, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein bereitete Herr Kinsky den Weg für die heutige Struktur und Leistungsfähigkeit unserer Organisation. Ohne sein Wirken würde es den DEVA e.V. in seiner heutigen Form nicht mehr geben.
Wir verlieren mit ihm nicht nur einen hochgeschätzten Geschäftsführer und technischen Leiter, sondern auch einen Menschen, der unsere Organisation mit Herz, Verstand und außergewöhnlichem Pflichtbewusstsein getragen hat. Sein Beitrag bleibt untrennbar mit der Geschichte der DEVA verbunden.
In stillem Gedenken
Präsidium, Geschäftsführung und Mitarbeiter

